Betrug bei Affiliateagentur(en)?

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Hinweis: Es gibt ein Update zu dem Artikel

Jeder weiss, dass es einige schwarze Schafe in der Affiliate-Branche gibt – jedoch fokussieren sich sowohl die Merchants als auch die Affiliate-Agenturen beim “Blaming” bisher im wesentlichen auf die Publisher, die mit irgendwelchen Tricks Sales faken oder ungerechtfertigterweise Provisionen abkassieren würden. Aber nach meiner Erfahrung der letzten Monate sollte man die Affiliate-Agenturen mal ganz genau unter die Lupe nehmen, da bei zumindest einer Agentur Transparenz offensichtlich ein Fremdwort zu sein scheint

Betrug oder Schlampigkeit?

Konkret geht es um Ungereimtheiten, die bei einer der großen Affiliateagenturen bei meinen Accounts vorgefallen sind. Was ist passiert:

Ich bin als Affiliate unter anderem für einen Merchant aus dem Reisebereich tätig, dessen Affiliate-Programm über besagte Agentur abgewickelt wird. Dieser Reise-Merchant betreibt ein interessantes Programm, bei der Affiliates mit einer höheren Salesanzahl schnell deutlich höhere Provisionen (Premiumprovisionen) erhalten können. Bei der Analyse der monatlichen Nachvergütung bzw. Gutschriften ist mir aufgefallen, dass diese Premiumprovisionen in den meisten Monaten gar nicht vergütet wurden – eine Nachfrage per Mail bei der Key-Accounterin der Agentur wurde dabei erst gar nicht beantwortet – auf nochmaliges Nachfragen wurden die erhöhten Provisionen für 2 Monate nachgebucht. Nach nochmaligem Nachhaken wurden dann weitere 4 Monate nachgebucht. Als Begründungen für das Versäumnis wurde angeführt, dass es einen Personalwechsel gegeben hätte und darüber hinaus die Sales zwar eingebucht, jedoch nicht ordnungsgemäß im Netzwerk hochgeladen wurden. Nach Rücksprache mit dem Online-Marketingverantwortlichen des Reise-Merchants hat sich dann herausgestellt, dass die Agentur gegenüber dem Merchant alle erhöhten Premium-Provisionen zeitnah abgerechnet hat, so dass die Affiliateagentur direkt von der fehlerhaften Abrechnung profitiert hat – alleine in meinem Fall war das ein niedriger vierstelliger Betrag zzgl. der Netzwerkprovision.

Die Tatsache, dass die erhöhten Provisionen erst nach mehrfachem Nachhaken eingebucht wurden und mir die Begründungen für die vermeidlichen Fehler doch mehr als fragwürdig erschienen, habe ich dann ein weiteres großes Programm, das von der Affiliate-Agentur betreut wird, überprüft – und welch Wunder: auch bei dem ersten weiteren von mir analysierten Merchants war die Premiumvergütung fehlerhaft. Daraufhin habe ich um ein Meeting gebeten, um zu klären, wie das sein kann. Die Geschäftsführer haben sich in dem Meeting recht kooperativ gezeigt (und auch zugegeben, dass sie in dem Falle des Reise-Merchants direkt davon profitiert haben) und mir zugesagt, dass sie größtes Interesse an einer Klärung der Fälle hätten und mir auch versprochen, unmittelbar eine Liste aller von ihnen betreuten Programme zukommen zu lassen – auf diese Liste warte ich seit rund 6 Wochen trotz mehrfachen Nachfragens vergeblich. (ich weiss, dass ich die Liste auch bei 100 Partnerprogramme bekommen kann, aber die Agentur hatte mir ja extra zugesagt, die aktuellste Version zuzuschicken ).

Und so wirklich transparent ging es auch nicht weiter: Bei einem weiteren von der Agentur betreuten Online-Versandhaus wurden neben der Basisprovision von 5 % bei Erreichen gewisser Umsatzmarken bis vor kurzem eine Zusatzprovision von bis zu 3% ausgelobt (d.h. 8% Gesamtprovision in der höchsten Premiumstaffel) – diese Premiumstaffeln habe ich das ganze Jahr nicht erhalten. Und während meiner Recherche sind dann auch noch ganz plötzlich die Informationen zu der Provisionsstaffel aus der Programmbeschreibung entfernt worden – in meinem Fall habe ich von dem Agenturmitarbeiter die “original Staffel” auf Anfrage wieder zugeschickt bekommen, aber andere Publisher werden das nicht nachvollziehen können, da diese Änderung der Programmbeschreibung bzw. der Konditionen meines Wissens nach nicht kommuniziert wurde (und nach meiner Einschätzung müsste dies zumindest über das interne Nachrichtensystem des Netzwerkes erfolgen).

Bisher habe ich vier von der Agentur betreute Programme analysiert – und die Abrechnungen bei drei waren fehlerhaft, bei einem vierten Programm scheint die Neukundenvergütung für einen Monat nicht ausgezahlt worden zu sein – eine finale Bestätigung von der Affiliate-Agentur steht jedoch noch aus. Ich habe zwar inzwischen für die drei Programme bereits die korrekte Abrechnung erhalten (bzw. die Zusage, dass das eingebucht wird), aber es sind ja noch viele von der Agentur betreute Merchants noch nicht überprüft worden. Vielleicht erhalte ich ja mal irgendwann die Liste mit den weiteren von der Agentur betreuten Programmen, um im Detail einsteigen zu können.

Die von mir festgestellten Ungereimtheiten betreffen ja im Wesentlichen Provisionsstaffeln, Neukunden-Boni, etc – aber es stellt sich natürlich die grundsätzliche Frage, ob sich ähnliche Fehler, Ungereimtheiten bzw. evtl. sogar eine bewusste Manipulation nicht auch bei der täglichen Arbeit (Stornierung bzw. Freigabe von Sales, Leads, Teilstornos) einschleichen. Wenn jemand eine Idee hat, wie man das systematisch (d.h. nicht über Testkäufe) kontrollieren kann, wäre sehr interessant.

Was bedeutet das nun für Publisher, Netzwerke, Agenturen und Merchants:

Publishern kann ich nur den Tipp gegeben, regelmäßig zu kontrollieren, ob die Provisionen (insbesondere Staffeln, Neukunden, etc.) ordnungsgemäß abgerechnet werden.

Und wenn Ihr Programme findet, die nicht sauber abgerechnet wurden, sendet diese Info bitte an mich (Mail: feedback (at) insight-m.de). An dieser Stelle vielen Dank für die tolle Unterstützung von Affilinet, die sofort nach einer ersten Info eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen haben und bei der Aufklärung extrem geholfen haben!

Merchants sollten die Konten bei den Affiliate-Netzwerken zukünftig nicht mehr über die Affiliate-Agenturen, sondern direkt “aufladen” (d.h. das Geld einbezahlen). Damit würde eine Affiliate-Agentur nicht mehr direkt von der fehlerhaften Vergütung für Publisher profitieren. Zudem sollte der Merchant im engen Austausch mit der Agentur arbeiten und konsequent die Abrechnungen gegenüber den Publishern kontrollieren (wobei sich dann die Frage stellt, welche Aufgabe eine Affiliate-Agentur überhaupt noch hat, das ist aber ein anderes Thema ….). Ein direkter Draht zu den großen Publishern ist auch vorteilhaft, um auch Feedback über die Arbeit der Agentur zu erhalten.

Noch ein allgemeiner Hinweis, der eigentlich nicht direkt in den Zusammenhang gehört, aber dennoch nicht irrelevant ist: Oftmals betreiben Mitarbeiter von Affiliate-Agenturen selbst Websiten- zumindest sporadisch sollten die Merchants hier die Sales/Stornoquoten benchmarken, da es theoretisch ein Leichtes ist, Sales auf andere Accounts (und warum nicht mal auf eigene???) umzubuchen – aber das wurde ja bereits in anderen Blogs (z.B. bei linkmafia.org) thematisiert.

Netzwerke werden wohl zuküftig gerade von größeren Publishern auch mit in die Verantwortung genommen werden, die korrekte Provisionsabrechnung sicherzustellen – nicht nur als Dienstleistung für den Publisher, sondern auch aus monetärem Eigeninteresse, da in meinem Fall ja auch dem betroffenen Netzwerk ein nicht unbedingt kleiner Betrag nicht vergütet wurde.

Affiliate-Agenturen sollten sich nicht nur im BVDW zu transparentem Arbeiten verpflichten, sondern dies auch wirklich leben – und sich bei solchen Vorfällen auch bei den betroffenen Publishern entschuldigen. In meinem Fall habe ich bis heute keinerlei Entschuldigung von den Geschäftsführern der Agentur erhalten

Was sind die nächsten Schritte

Von affilinet weiß ich, dass sie an dem Thema dran bleiben werden. Und wie oben geschrieben wäre ich dankbar, wenn Publisher ihre Abrechnungen auch kontrollieren würden und mir mitteilen, wenn Unregelmäßigkeiten auffallen.

Soweit ich bisher in Gesprächen mit anderen Publishern verstanden habe, ist die oben angesprochene Affiliateagentur nicht unbedingt eine Ausnahme – daher habe ich auch den Namen der Agentur auch gar nicht genannt. Ich denke, es ist sinnvoll ist, dass auch Publisher nun die Abrechnungen der Merchants systematisch kontrollieren. Und die Liste mit den auffälligen Programmen/Affiliateagenturen werde ich dann an die Netzwerke weiterleiten.

Die Diskussion auf anderen Blogs:

  • Kolumne24 – Betrug im Affiliate Marketing Teil 2

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    admin

    Kommentare

    1. herzlichsten Dank für die insights, da werden wir auch mal in “unsere Bücher” schauen müssen!

    2. Jetzt scheint ja mal das dokumentiert worden zu sein, was viele seit langem vermuten. Danke!

    3. Finde sowas immer echt mies, da es auch die gesamte Branche im Vertrauen erschüttert. Denen sollte man das Handwerk legen.
      BG
      Andi

    4. Eine Sauerei vom allerfeinsten ist das, wenn ich es mal so salopp ausdrücken darf. Aber gut, dass sich mal jemand die Mühe macht, soetwas aufzudecken, und zwar nicht nur oberflächlich!

    5. Ich habe mal ein Bonussystem betrieben, d.h. meine User haben einen Teil meiner Provision erhalten, wenn Sie einen Vertrag abgeschlossen/was gekauft/whatever haben.

      Ich habe da natürlich nur Partnerprogramme beworben, die solche Sonderfälle ausdrücklich akzeptierten. Interessant dabei war, wie hoch teilweise die Stornoquote war. Wenn die User ihr Geld nicht bekommen haben, haben Sie mir ja immer entsprechende Nachweise geschickt, d.h. ich wusste exakt wie viel zu Unrecht storniert wurde. Ich habe die Zahlen nicht mehr im Kopf, aber das waren teilweise mittlere zweistellige Prozentbeträge die fehlerhaft storniert wurden. Neben einem Bonussystemen und Testkäufen fällt mir leider auch keine weitere Möglichkeit ein um an exakte Beweise zu kommen…

      Übrigens stehe ich nach Jahren !!! noch immer mit einer großen Bank in Verbindung um einen teil nachvergüten zu lassen. Ich habe leider damals den Fehler gemacht und das nicht weiter rechtlich verfolgt.

    6. Hallo Andreas,

      das ist ja wirklich eine sehr krasse Geschichte. Gerade wegen der Kontoaufladungen sind wir eigentlich dazu übergegangen, dass die Provisionen direkt von den Advertisern bezahlt werden, denen ja eigentlich auch die Publisher gehören, somit darf so etwas eigentlich gar nicht passieren. Generell darf so etwas nicht passieren! Aber da sind wir wieder bei der Ethik-Diskussion, die unsere Branche seit Beginn verfolgt und die auch immer wieder zu einer Bereinigung der Branche führen wird.

      Langfristig werden sich die sauben Affiliates, Advertiser, Netzwerke und auch Agenturen durchsetzen, die Affiliate-Marketing auch als nachhaltiges Geschäftsmodell sehen.

      Vielen Dank für den sehr guten Beitrag, der wieder einmal Licht ins Dunkle bringt.

      Schöne Grüße
      Markus

    7. > Als Begründungen für das Versäumnis wurde angeführt, dass es einen Personalwechsel gegeben hätte

      Die Agentur hat Dich offen angelogen. Die Lüge “schuld ist immer der, der gerade die Firma verlassen hat” ist älter als die Steinkohle.

    8. Danke Andreas für den wichtigen Beitrag. Bitte halte uns auf dem Laufenden, wie die Geschichte weiter ging…

    9. Hallo Andreas,
      vielen Dank für den Beitrag. Da helfen wohl nur Testkäufe, die mit dem Merchant angesprochen sind. So könnte für diese beiden Seiten schon mal eine Übereinkunft hergestellt werden.

      Gruß!

    10. […] jeden Fall ist der Beitrag von Andreas über Betrug bei Affiliateagentur(en) lesenswert. Wie Markus Kellermann bereits in seinem Kommentar erwähnt. Auf Dauer können nur die […]

    11. Wahnsinn. Da bescheisst einer den anderen … Und die Shopbetreiber sind die dummen.

    12. sehr guter beitrag, andi. aber leider wie immer nur die spitze des eisberges. haben es jetzt sogar erlebt, dass ein netzwerk trotz freigegeben status und im system als ausgezahlt angewiesenen betrag tatsächlich gar nicht überwiesen hat! ist mir aufgrund von verschiedenen accounts erst ein halbes jahr später aufgefallen. auf nachfrage wurde dann der betrag wenige tage nach der mail umgehend bezahlt…eine antwort auf mein schreiben gab es nie.

    13. Was soll denn das hin und her. Nachdem klar war, dass das kein Versehen war, da die Agentur mit dem Merchant alles abgerechnet hatte, hätte ich direkt über meinen Rechtsanwalt Klage erhoben.
      Falls nachher noch Wunsch/Bedarf zur außergerichtlichen Einigung besteht, kann man das dann immernoch machen. Aber rechtliches Vorgehen erhöht nach meiner Erfahrung Arbeitseifer und Klärungsbereitschaft der Gegenseite DEUTLICH.

    14. Gute Story, danke fürs ausführliche teilen!
      Das wirklich schlimme daran ist für mich, dass – egal wer wen betrügt – das ein schlechtes Licht auf das ganze Affiliate Marketing wirft. Und das hat er eigentlich nicht verdient.

    15. Namen auf den Tisch! Wenn da auch nur ein Funke Wahrheit dran ist ist das ein Skandal. Dann sollten konsequent Maßnahmen getroffen werden. Agenturboykott seitens Merchants und Publisher. Lernen muss in solchen Fällen wehtun. Die Branche steht perse im Verdacht permanent zu bescheissen und das muss aufhören. Punkt. Zu viele Leute betreiben ehrliches und ernsthaftes Business und bestreiten davon für sich und Angestellte den Lebensunterhalt. All diejenigen werden durch solche Idioten ungewollt in Sippenhaft genommen.

      Es ist auch bezeichnend das ein Publisher diese Story aufdeckt. Netzwerke, denen alle Transaktionsdaten vorliegen, müssen hier vielmehr Ihrer Pflicht als vertrauenwürdiger Intermediär nachkommen. 2011 haben Netzwerke für mich nur noch eine Daseinsberechtigung, wenn auch wirklich Service geboten wird. Programmvielfalt, Tracking und Billing sind kein Differenzierungsmerkmal, wenn Transaktionen (Käufe, Staffeln, Rallyes) nicht 100% fehlerfrei und manipulationssicher abgebildet werden . Dieser Grundsatz gilt in alle Richtungen (Agentur, Netzwerk selbst, Merchant).

      Leute, die nicht nach den Regeln spielen, bringen das gesamte System in Gefahr, indem sie die Basis, nämlich das Vertrauen (Grundlage jeden Geschäfts), nachhaltig zerstören und das Geschäftsklima auf diese Weise vergiften. Deshalb meine klare Forderung:

      1) Benennt die schwarzen Schafe beim Namen.
      2) Laßt Konsequenzen folgen: 100% Boykott dieser Außenseiter.
      3) Legt einheitliche marktweite Regeln fest (Transparenz und geprüfte Prozessgüte bei Tracking, Billing, etc.)
      4) Laßt euch von unabhängigen dritten monitoren.
      5) Richtet eine Schiedstelle für Streitigkeiten ein.

    16. Mich wundert, das solche Geschichten nicht viel öfter publik werden. Vielen Dank für die Recherge, nur ein wenig schade, dass keine Namen genannt werden … gibt es die per PN… :=)?

      Wir haben auch gerade einen Test gemacht, dabei haben wir diverse Leadkampagnen bei zwei Netzwerken gegeneinander laufen lassen. Bei Test 1, über eines der größten deutschen Affiliate Netzwerke, waren die Ergebnisse signifikant schlechter als bei Test 2. Dieser zweite Test erfolgte über ein neues und in Deutschland nicht so großes Netzwerk.

      Leider muss man auch in diesem Fall sagen, diverse Mitgliedschaften in Bundesverbänden und andere unzählige Zusagen bringen gar nichts. Es hilft nur testen und anschließend (eigentlich mit Klarnamen) zu posten.

    17. Das ist einfach eine Frechheit. Könntest du mir bitte den Namen der Agentur privat per email nennen? Solche Themen würde ich gerne auch an andere Merchants der Otto Group rantragen. Viele von unseren Gesellschaften sind für dieses Thema noch nicht ausreichend sensibilisiert… Über eine kurze Mail von dir wäre ich sehr sehr dankbar!
      Beste Grüße

    18. Vielen vielen Dank! ENDLICH wird mal aufgezeigt das die schwarzen Schafe nicht immer nur die Affiliates sind. Ich drücke die Daumen das Du noch zu Deinem Dir zustehenden Geld kommst und fände es wirklich spitze wenn man eine Art “Interne Schwarze Liste” hätte wo einfach Namen genannt werden… nach dem Motto “Bei Agentur XY sind folgende Probleme bekannt” oder “Folgende Webseiten sind Cookie-Dropper” oder “Das Netzwerk XY ist nicht empfehlenswert weil es Auszahlungsprobleme gibt” etc. Da hätten alle was davon.

      Ich finde es wirklich krass das es kein Einzelfall ist und ein einzelner Affiliate es bei mehreren Programmen der gleichen Agentur feststellen konnte.

      Sind wir mal ehrlich: Jeder will Geld verdienen. Dagegen spricht ja nichts. Aber durch solche Machenschaften wird die ganze Branche in Verruf gebracht. Und eigentlich wäre es Dein gutes Recht den Namen dieser Agentur zu nennen. (Verstehe schon das Du es nicht machst!) Denn diese Agentur betrügt! Und soweit ich weiß ist und bleibt Betrug strafbar. Warum tragen eigentlich so viele in der Branche Samthandschuhe als hätten sie selbst was zu verbergen?

      Wie wäre es bei einem nächsten Stammtisch statt Speed Networking mit einer Art “HART ABER FAIR?” Ich finde schon lange das viel zu viel geschwiegen wird.

    19. Hi und danke :-)

      Leider hast du keinen Namen genannt aber kann nur mal wieder bekannte Agentur sein die dies auf gut deutsch ” Ununterbrochen” macht wie ich das verstanden habe.
      Lustig, dass es immer die grossen Agenturen sind, welche von Kunden wegen des professionellen Vorgehensweise macht. Manchmal sollte man sich fragen warum diese so viel Umsatz machen :-)

      Schade für alle die unter so einem Verhalten leiden
      Gruß Flo

    20. Mitunter sind die Provisionsstufen und Staffelungen so aufgebaut, dass nicht mal die Mitarbeiter der Agentur selbst wissen, wann und vor allem wie eingestuft wird. Dennoch habe ich bei Agenturen kein schlechtes Gefühl, da die meisten recht schnell reagieren, wenn mal etwas schief läuft.

      Also von mutwilligen Fehlern habe ich bisher nichts mitbekommen.

    21. Aus Agenturseite kann ich folgendes dazu sagen: Sicherlich kam bei jedem Account-Manager schon mal vor, dass Bonuszahlungen versehentlich vergessen wurden. Meist sind das allerdings Einzelfälle, die z.B. aus der Beschaffenheit des Partnerprogramms entstehen können. Vor allem wenn der Merchant einen sehr langen Bestätigungszeitraum hat, kann es vorkommen, dass es etwas unübersichtlich wird. Allerdings sollte dies bei Bekanntwerden (und das prüft ein Manager normalerweise regelmäßig) sofort aus der Welt geschafft werden. Da meckert auch der Publisher nicht, sondern ist froh dass der Betreuer dies unverzüglich nachholt. Schliesslich macht jeder mal Fehler.
      Eigentlich sollte die performancebedingte Bezahlung der Agenturen (vor allem wenn die Agentur prozentual zur Publisherprovision bezahlt wird) eine Sicherheit darstellen. Denn dann bekommt die Agentur ja, wie ein Netzwerk auch, in Abhängigkeit der ausbezahlten Publisherprovision seine Vergütung und es ist im eigenen Sinne alles richtig zu machen.
      Dein Beispiel allerdings, dass die Agentur zwar keine Auszahlung an die Publisher vorgenommen, dem Kunden trotzdem diese Provisionen weiterberechnet hat, ist definitiv Betrug.
      Es gibt Merchants, die bereits so dermaßen schlecht über Affiliate Marketing denken, weil sie von Publisherseite beschissen wurden. Jetzt kommt auch noch von Agenturseite so ein Schlag hinzu. Das macht für uns die Arbeit und auch die Aquise nicht gerade leichter, weil genau durch betrügerisches Verhalten der Ruf der ganzen Affiliate-Family darunter leidet.
      Ich kann den Merchants nur empfehlen, sich direkt an ihre Agentur zu wenden um sicherzustellen, dass dort alles in Ordnung ist. Es geht auch um Image, nicht nur von Kunden- sondern auch von Agenturseite.
      Profitieren werden von solchen Vorkomnissen einerseits große Agenturen, die komplett transparent arbeiten, aber auch kleine Agenturen und Freelancer, die von der Größe her nur ein gewisses Kontingent an Kunden stemmen können, sodass hier auch nur übersichtliche Abrechnungsmodelle gibt.
      Unsere Arbeit lebt vom Vertrauen. Vertrauen von und zu Kunden, Netzwerken und Publishern. Und nur wenn man als Vertrauenswürdig gilt, werden Publisher das Partnerprogramm bewerben weil sie sich gut betreut und fair behandelt fühlen.

    22. Ein guter Artikel, ich habe daher eine kleine Ergänzung zu Ihrem Artikel unter http://adressdaten.wordpress.com/2011/11/19/betrug-bei-affiliateagenturen/ veröffentlicht.

      Hat der BVDW sich hierzu eigentlich einmal geäußert oder das Thema in der Fachgruppe kritisch angesprochen? Soweit ich weiß wurde dies zu keiner Zeit jemals dort thematisiert, ist das korrekt?

      Beste Grüße aus Essen!

    23. Hallo Andreas,

      danke für den Beitrag. Werde euch unsere Provisionen durchgehen. Mir ist klar, dass du den Namen der Agentur in deinem Beitrag nicht nennen willst, kannst du mir aber den Namen in ner Mail schicken? Dann weiß ich, auf welche Auszahlungen ich ein Auge haben muss.

    24. Helmut Mayer sagte: November 19, 2011 at 12:19 pm

      Danke für diesen wichtigen Beitrag – auch wenn ich, für meinen Teil, sofort erkenne, dass es sich um (Anmerkung: Agenturname entfernt) handeln muss…

    25. @Jan Philip – T. Heimann (bis vor kurzem GF bei Tradedoubler) hatte das Thema in die letzte Arbeitskreissitzung des BVDWs vor rund 4 Wochen eingebracht. Zudem habe ich diese Woche nochmals im Detail mit M. Kruse (Leiter des Arbeitskreises) gesprochen und von ihm auch sehr konstruktives Feedback erhalten.

    26. Wolfgang A. Schmidt sagte: November 19, 2011 at 2:37 pm

      Bei dem von Andreas Hörr hier geschilderten Fall handelt es sich m.E. lediglich um die Spitze eines Eisberges.
      Wer als Advertiser Geld in den Affiliate Kanal investiert, muss im eigenen Interesse umfassend dafür Sorge tragen, dass bei alle Beteiligten (Netzwerk, Agentur, Publisher und auch bei sich selbst) seines Affiliate Programms Verhältnisse vorhanden sind, die man im allgemeinen als „kompetent und seriös“ bezeichnet. Wer den Kanal ohne spezifische Kompetenzen Dritten (wem auch immer) überlässt, darf sich nicht wundern, wenn Lücken für betrügerisches Verhalten genutzt werden. Insbesondere die Advertiser, die aus welchen Gründen auch immer, den Affiliate Kanal einem Dritten wie z.B. einer Agentur überlassen bzw. übergeben, müssen u.a. unter Ausnutzung der Möglichkeiten idealerweise eines Lead Affiliate Netzwerks ihre Investition dadurch schützen, dass sie den Betrugsmöglichkeiten aller ihrer Vertragspartner vorbeugen. Um das Betrugspotential identifizieren, entsprechend vorbeugen und kontrollieren zu können müssen sie natürlich im Detail wissen, wer mit wem auf welcher Vertragsgrundlage im Rahmen ihres Affiliate Programms zusammenarbeitet und wofür in Anspruch genommen werden kann. Dann fällt auch die Entscheidung leichter, mit wem man worüber reden muss/kann und mit wem keinesfalls.
      Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig der eine oder andere in seiner jeweiligen Rolle sich für die in seinem Umfeld gültigen Vertragsverhältnisse interessiert bzw. darüber wirklich tiefere Kenntnis hat.
      Das Geschäftsmodell Affiliate Marketing ist für Betrug anfälliger als andere Modelle. Das ist Fakt und deswegen macht es auch keinen Sinn, darüber ständig einen Schleier auszubreiten. Das bedeutet aber doch überhaupt nicht, dass man den Kanal Affiliate Marketing nicht nutzen kann oder darf. Am Ende des Tages ist es einfach so, dass man sich mit Partnern umgeben muss, die einen tadellosen Ruf haben; d.h. ihre Kompetenzen und Vertrauenswürdigkeit nachweisen können und sie nicht nur behaupten.
      Ich kann auch nicht umhin darauf hinzuweisen, dass es nicht nur aber auch im Affiliate Marketing Entscheidungszusammenhänge und daraus folgende Konsequenzen gibt, die Wissen, Erfahrung und einen ethischen Horizont von Mitarbeitern erforderlich machen, die das Praktikantenstadium schon länger hinter sich haben.
      Advertiser, Netzwerke, Agenturen und Publisher (die sog. Branche) täten gut daran, sich ein qualifiziertes, hochkarätig besetztes Forum zu schaffen, in dessen Rahmen die Probleme vorbehaltlos angesprochen, Lösungen diskutiert und auf den Weg gebracht werden. Dazu offensichtlich völlig ungeeignet sind nach meiner Einschätzung der BVDW sowie all die anderen Events, die entweder nur der Werbung dienen und/oder sozialen Zwecken.

    27. Ich habe immer wieder mal Kontakt zu einzelnen Agenturen und war fast immer zufrieden. Mir ist mittlerweile auch bekannt um welche Agentur es sich hierbei handelte und bin einerseits überrascht, andererseits nicht. Auch ich werde entsprechende Programme, vor allem erstmal durch diese Agentur betreuten, überprüfen und ggf. Andreas informieren.

      Was aber glaube ich nochmal klargestellt werden muss, gerade weil immer schnell “von der Spitze des Eisberges” gesprochen wird:
      1. Es gibt überall schwarze Schafe (Netzwerke, Affiliates, Agenturen, Merchants)
      2. Es passieren immer Fehler oder es wird was mal vergessen. Dies sollte nicht hier mit einfließen sofern nach Kontaktaufnahme entsprechend alles zufriedenstellend geklärt wurde!
      3. Aktuell reden wir von einer Agentur mit etlichen betreuten Programmen bei denen wahrscheinlich nicht überall betrogen wurde.
      4. Wir brauchen keine “Schiedsstelle” – Wir brauchen Leute die solche Themen öffentlich machen! Nur so werden alle Betroffenen in Zugzwang gesetzt! Occupy, Affiligate oder wie auch immer – aber macht die Themen pubik wenn sie sich nicht von selbst lösen lassen!
      5. Das http://www.affiliate-marketing-forum.de fände ich eine geeignete neutrale Plattform um hier entsprechende Themen und Probleme pubik zu machen bzw. darüber zu diskutieren.

      Wie man sieht geht das hier herum wie ein Lauffeuer – und das ist auch richtig so! Aber ich bin mir auch sicher dass die Agentur früher oder später genannt wird und dann sind deren Kunden einfach in der Pflicht entsprechend zu handeln!

    28. Danke für das Update, wurde direkt in den Artikel eingearbeitet!
      Beste Grüße!

    29. Danke erst mal für diesen Beitrag.
      Ich hoffe das solche Machenschaften auch rechtlich verfolgt werden, das kann ja echt nicht sein. Man kann als Affiliate nur hoffen das solche Dinge nicht zu oft vorkommen. Ich selbst war da leider auch schon ein Opfer.

    30. Weil das Thema ja immer wieder hochkocht, habe ich einmal das Kapitel meines Buches zum Online-Marketing Recht geplündert und zusammengestellt, was Betrug auf Publisher/Agentur-Seite (Advertiser-Fraud) eigentlich rechtlich für Folgen hat.
      http://bit.ly/sw81cy

      Besten Gruß

      Martin Schirmbacher

      • Wolfgang A. Schmidt sagte: November 21, 2011 at 6:48 pm

        Leider zeigt auch der Beitrag von Herrn Schirmbacher nur zu deutlich, dass viel geredet, behauptet und pauschaliert wird. Die Zahl der Kenner der Vertragswerke (AGB) der Netzwerke hält ist offensichtlich überschauber. Es ist bezüglich der Möglichkeiten seine Interessen zu wahren oder diese gerichtlich durchzusetzen für einen Publisher ein gr0ßer Unterschied, ob er Forderungen aus Leistungen an einen Programmbetreiber A oder B aus einem im Netzwerk A oder B laufenden Partnerprogramm hat.
        Aus meiner Sicht bietet in Deutschland für Programmbetreiber und Affiliates das für das Geschäftsmodell affilinet mit Abstand das klarste Vertragswerk (AGB).
        Die Tatsache, dass einige Advertiser die Verträge nicht selbst mit den Netzwerken machen wollen und dies Dritten (Agenturen) überlassen bedeutet lediglich, dass der Publisher seine Forderungen aus Leistungen gegenüber der Agentur hat, sofern dem das Vertragswerk zwischen Agentur und Advertiser nicht entgegen steht!
        Im Falle von affilinet hat er sie lt. immer noch gültigen Standard AGB gegenüber affilinet!!! Das nur mal am Rande!

    31. Das ist mit Sicherheit ein krasses Beispiel, aber nichts desto trotz ein Einzelfall. Ich will hier gar niemand in Schutz nehmen, auch weil wir als Agentur auf der einen, und aktiver Publisher auf der anderen Seiten auch schon Pferde kot… sahen. Nichts desto trotz gilt immer noch: Unschuldig, solange die Schuld nicht bewiesen ist. Ich fände es aber schön, dranzubleiben, und zu lesen, ob und was sich hier noch ergeben hat. Und der Arbeitskreis im BVDW ist dafür auch eine sehr gute Adresse.
      Ansonsten nehmen wir das als Anregung zukünftig den von uns betreuten Merchants proaktiv transparentere Info zu geben, so dass sie sich weiter sicher sein können, professionell und “ehrlich” bedient zu werden.
      Danke für die Mühen, das ist gut, und belebt die Moral ;o) Beste Grüße. Ralf

    32. […] des Anstoßes war der Blogbeitrag “Betrug bei Affiliateagentur(en)?” im Blog Online Marketing Insights von Alexander Hörr. Alexander schreibt hier ausführlich […]

    33. Dies ist einmal wirklich eine interessante Diskussion!
      In obigen Fall wurden nur über die Statstistiken der Netzwerke nachvollziehbare Provisionsfälle und Fehlabrechnungen der Agenturen geschildert.
      Wenn einige hier von der “Spitze des Eisbergs” sprechen, kann es sicherlich auch einmal hochinteressant sein zu betrachten, wie manche Agenturen ihre Trackingweiche umgesetzt haben – und welche Provisionen dadurch gar nicht ers in den Netzwerken getrackt werden können – u.U. aber durchaus gegenüber den Advertisern vollumfänglich und hochlukrativ (Publisher-Provision+Agenutrprovision+Netzwerkfee) für die Agentur abgerechnet werden….

    34. @ Manuel: Das ist ein absolut valider Punkt. Ich arbeite aktuell mit einer FH an einem Studiendesign, wie wir einen breit angelegten Test aufsetzen können, bei dem Trackingweichen, Stornos, Teilstornos von Merchants/Affiliateagenturen ermittelt werden. Weitere Infos (und auch eine Suche nach Sponsoren/Teilnehmern) folgen demnächst.

    35. […] Affiliate-Agenturen Betrug bei Affiliateagentur(en)? Jeder weiss, dass es einige schwarze Schafe in der Affiliate-Branche gibt – jedoch fokussieren sich sowohl die Merchants als auch die Affiliate-Agenturen beim “Blaming” bisher im wesentlichen auf die Publisher, die mit irgendwelchen Tricks Sales faken oder ungerechtfertigterweise Provisionen abkassieren würden. Aber nach meiner Erfahrung der letzten Monate sollte man die Affiliate-Agenturen mal ganz genau unter die Lupe nehmen, da bei zumindest einer Agentur Transparenz offensichtlich ein Fremdwort zu sein scheint. Online Marketing Insights […]

    36. Andreas G. sagte: November 21, 2011 at 4:41 pm

      Das Problem ist ja häufig, dass die Agentur sowohl Abrechnungs, als auch Deutungshoheit besitzt. Auf gut Deutsch, die Agentur soll der Gott über Merchant, Netzwerk und Affiliate sein. Jeder Vertraut den Daten und oft werden die Trackinglösungen der Agenturen als einzig wahre Zahlen vergöttert. Nur Logisch, dass es zu Begehrlichkeiten kommt. Hinzu kommt, dass eine Agentur nicht infrage gestellt wird, wenn sie eine gewisse Größe erreicht. Geld frisst bekanntlich das Hirn auf. Kein Wunder also, wenn der eigentliche Umsatz einer Agentur irgendwann mehr durch Beschiss entsteht, als durch echte Leistung.

      Als Affiliate bist Du der Agentur genau so ausgeliefert, wie als Merchant. Und bei Unstimmigkeiten wird mir immer viel zu schnell gerufen: “Nichts zu sehen”. Verständlich, wenn auch Agenturen nur nach nichtssagenden Zahlen gemessen werden. Wenn dann beim Merchant und der Agentur die richtigen “Kollegen” zusammenarbeiten, werden Sie als erfolgreiche Personen gefeiert, egal wen sie beschissen haben. Aber Code of Conduct und andere Selbstverpflichtungen regeln natürlich alles, nicht wahr?

      Beim Cookidropping wurde erst drei Jahre geschwiegen um dann den Beschiss als neues Feature zu verkaufen. Und alle haben schön mitgemacht und sich feiern lassen. Vorher und hinterher.

    37. Da muss ich Andreas rechtgeben – ich kenne auch dutzende von Beispielen wo mit zweierlei Maß gemessen wird. Da werden offensichtliche Betrügereien von Publisher einfach ignoriert, getreu dem Mott “Bis der Kunde was sagt”. Spricht man sie auf die Abzockerei an sind sie “entsetzt” und sagen “der Fall wird geprüft”. Wochen später ist dann immer noch nichts passiert – wenn man sie dann erneut anspricht kommen nur fadenscheinige Floskeln wie “eigentlich” und “grundsätzlich ist es nicht so dass…” blablabla.

      Erst wenn der Advertiser informiert wird und ER die Agentur darauf anspricht wird reagiert und alles getan um den Schaden von der Agentur abzuwehren – dann ist auf einmal einmal das gesamte betroffene Geschäftsmodell schuld. Es ist einfach zum kotzen!

      Die ehrlichen sind schlichtweg die Dummen – als Ehrlicher hat mal nur die Wahl das Maul zu halten und mitzumachen so lange es geht – oder Pleite zu gehen weil Mitbewerber mehr “dürfen” an man selbst!

    38. ich habe die ultimative lösung, wie man ethische probleme dieser art in den griff kriegen kann -> ANZÜGE FÜR ALLE – weil dann ist man professionell und seriös…und…tataaa…tusch…konfettikanone -> KRAWA-TATATA-ZWANG!!!

      die hier finde ich z.b. ganz gut -> http://blog.arktis.de/wp-content/uploads/fun-wende-krawatte.jpg <- damit löst man das problem mit einer gesunden portion eigenverantwortig nachhaltig und dann soll mal noch einer kommen, der sagt, dass man sich nicht so hängen lassen soll!

      • Hahahaha, ich finde das voll gut, wie ich so im Netz rumsurfe und nur anhand des ersten Absatzes erkennen kann, um welchen Jens es sich handelt!! Das Netz ist ein Dorf. XD Sinnvollster Beitrag bis jetzt! Keep ‘em coming! :3 Olé olé!

    39. hallo zusammen,

      wir von webmiles sprechen seit Jahren über dieses Thema. Leider gehört es zu unserem Daily Business und wir beschäftigen uns jeden Tag damit. Ebenfalls bieten wir den Netzwerken seit Jahren an zusammen an dieses Thema ranzugehen… Wir haben die Sales, die Beschwerden unserer Teilnehmer mit Bestätigung, Kaufnachweis usw. Leider mussten auch wir schon gegen Merchants und Agenturen vorgehen, da uns unrechtmässig valide Sales storniert wurden. Deshalb werden wir auch nicht müde zu sagen: Bonussysteme und Cash Back können von den Netzwerken zur Überprüfung von Agenturen und Merchants und zur Qualitätskonrolle genutzt werden. Gerne auch Diskussion hierzu im BVDW.

    40. sicherlich eine Schweinerei sondergleichen. zumal die meisten affiliate netzwerke dafür sopro Tools einrichten, in denen das alles eingestellt werden kann. Dann wird dem merchant die Sonderprovision zur Freigabe vorgeschlagen und schon war es das.

      sehr schade, dass dieses thema trotz wirklich ausgereifter technischer lösungen der netzwerke noch immer so ein problem darstellt.

      Marcus

    41. Unglaublich, was hier abgeht. Falls diese Agentur in der oben verlinkten Agenturliste auf meiner Website gelistet ist, bitte ich um eine diskrete Meldung an mich, um welchen Anbieter es sich handelt. Danke euch!

      Ich werde das ganze auch morgen im 100pp-Newsletter noch einmal thematisieren.

      Gruß
      Karsten

    42. Affiliate sagte: November 22, 2011 at 7:00 pm

      Ganz klar (Kommentar: Agenturname entfernt) ! Ich finde die Leute da eh alle unter aller Sau, schon Monaten. Ich beobachte es nunmehr auch seit Längerem, dass bei mir hier und da was unterschlagen wird, aber ich bin anscheinend ein zu kleiner Publisher dass darauf auch nur annähernd eingegangen wird. Schreckliche Agentur. Schreckliches Business.

    43. […] [];}Nicht dass ihr mir jetzt vorwerft, ich hätte keine eigene Ideen. Ich habe die Headline von Andreas Hörrs Beitrag fast 1:1 übernommen. Sie trifft einfach exakt den Sachverhalt. Die Überschrift ist […]

    44. Undercover-Affiliate sagte: November 23, 2011 at 10:47 am

      Was Du da beschreibst ist doch die tägliche Praxis. Wer dagegen aufmuckt bekommt eben keine neuen Programme mehr bzw. sonstige Freigaben. Wenn es sich nicht mehr rechnet, muss man eben aufhören Traffik zu senden.

      In anderen europäischen Ländern ist es noch viel krasser.

      • Hallo Andreas,
        ich selbst bin als Publisher und Advertister unterwegs – ohne Interessenskonflikt jedoch, da ich als Publisher nicht in Bereiche gehe, in denen ich als Advertister aktiv bin. Selbst hab ich auch mal einen Artikel über Affiliate geschrieben: http://www.kammerath.net/affiliate-marketing.html

        Ehrlich gesagt, finden solche Vorgänge wie Du sie beschreibst ja leider ständig statt. Es darf aber einfach nicht passieren. Insbesondere Advertister, die die Affiliate-Welt nicht kennen (weil sie kein Publisher sind oder keine Ahnung von deren Problemen haben), führen da schonmal abenteuerliche Programme durch. Als Publisher hänge ich deswegen nur in Programmen, denen ich vertrauen kann (eBay, Amazon, Google und 2-3 Handverlesene). Ob der Sales-Pixel tatsächlich geladen wird und ob man dann auch seine Provision bekommt, hängt Einzig und Allein vom Advertiser ab und hier ist das größte Beschisspotential.

        Wenn man als Advertiser bescheißt, kann man im Prinzip direkt einpacken. Als Affiliate würde ich dann die kalte Schulter zeigen. Es gibt nur wenige Advertiser, die m.E. unverzichtbar sind. Da aber, wie bereits gesagt, viele Advertiser mit Affiliate Marketing jungfräuliche Erlebnisse haben und häufig auch nicht wissen, wie die Cookie-Party abzulaufen hat, muss man als Advertiser schon sehr geduldig sein. Ich richte meine Projekte mittlerweile auch nach Advertiser-Verfügbarkeit aus und suche mir nicht Advertiser für Wunschprojekte. Traurig, aber wahr.

        Vielleicht schaffe ich es mit meinen Artikel zum Thema ( http://www.kammerath.net/affiliate-marketing.html ), die Leute etwas umzustimmen.

        Vg, Jan

    45. Ich reibe mir verwundert die Augen. Über Karstens Seite habe ich von dieser skandalösen Sache erfahren. Ich bin auch seit vielen Jahren als (kleiner) Affiliate unterwegs und wäre daher am Namen der Agentur interessiert, um mein Portfolio zu überprüfen. Schickst du mir den Namen bitte per Email? Danke!
      Viele Grüße vom Bodensee
      Jörg

    46. Unglaubich was da abgeht. Aufklärung ist hier dringend nötig. Da wir mit vielen Netzwerken und somit auch mit Agenturen zu tun haben würde ich auch gerne eine Mail Mail mit dem betroffenen Namen erhalten, danke

    47. Nett, dass auch mal die Agenturen angeschossen werden, wobei da am Ende der Unterschied zum vom Shop selber betreuten Programm auch nicht mehr so weit sein dürfte.

      Grundsätzlich sollte aber jedem klar sein, dass es sich bei Vorgängen bei denen mehrere Parteien die Technik bearbeiten und die dann auch noch abschließend manuell bearbeitet werden IMMER zu Fehlern kommt. 5-10% halte ich da für durchaus realistisch und alleine die Liste der aufgedeckten (systematischen) Trackingfehler ist lang.

      Wenn man sich allerdings sicher ist, dass hier massiv betrogen wird verstehe ich nicht ganz, warum die Agentur nicht an den Pranger gestellt wird und alle Affiliates die Chance haben ihre Provisionen zu prüfen ?!?
      Dann dürfte doch relativ schnell klar sein, ob es nun wirklich Betrug oder ein wirklich überdurchschnittlich häufig auftretender Fehler war.

      Und wenn es wirklich nun alles nur ein Irrtum war, liegt es da nicht im Interesse der Agentur dies öffentlich sauber zu klären, ehe die halbe Welt sie insgeheim für Betrüger hält?!

      Bedenken sollte man allerdings auch, dass bei derlei Agenturverträgen die auf den Partner bezogene Abrechnung evtl. nicht viel mit der wirklich an den Shop in Rechnung gestellten Leistung zu tun hat.
      Hat die Agentur z.B. selber eine Mengenvereinbarung und gibt diese nur netter Weise an Top Partner zum Teil weiter, dann ist der hier beschriebene Fehler problemlos möglich.

      Und wenn ich schon dabei bin, es geht auch umgekehrt!
      Münchner Agentur schreibt Top Konditionen zum Start eines Partnerprogramms aus. Daraufhin werden die Sales massiv gesteigert. Top Konditionen werden nach der angekündigten Frist wieder auf ein Normalmaß gesenkt – nur nicht für alle Partner.
      Dem Partner ist der Fehler gar nicht bewusst, zum einen achtet er eh nicht drauf und zudem ist er schließlich Top Partner. Die Agentur merkt es auch über Monate nicht.
      Nach ein paar Monaten fällt das dann doch jemanden auf und wird glaubhaft als Fehler zu Gunsten des Affiliates erklärt.
      Fehler passieren.

    48. Mich würde der Name via Mail auch interessieren, da ich kein Geld zu verschenken habe und auch solche Machenschaften nicht unterstütze. Vielen Dank für den Hinweis.

    49. […] Zeit zu Zeit kocht in der Affiliate-Szene die Diskussion über Advertiser-Fraud hoch. Gemeint sind damit vor allem Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung […]

    50. selbst schuld, wer es sich gefallen lässt…adsense ist nur einen adtag entfernt…muss man halt den arsch hochkriegen und was ändern!

      adsense macht in den meisten fällen sowieso deutlich bessere tkps als beispielsweise postview. so ist es zumindest bei uns.

      wenn wir hier schon in so einer lustigen großen lobbyrunde zusammen sind und jeder mit jedem knüppel auf den sack spielt, will ich in der vorweihnachtszeit auch noch was sinnvolles zur diskussion beitragen und vor dem hintergrund das nächste lustige schlachtfeld aufmachen und einenkleinem denkanstoß in richtung verschwörungstheorie 3.0 geben.

      angenommen tkp_banner1 liegt unter tkp_banner2. gibt es dann trotzdem konstellationen, dass banner1 mit dem schlechterem tkp dem lukrativerem banner2 vorgezogen wird? gibt es gute gründe, dass die monetär gesehen schlechtere variante gewählt wird? könnte so etwas politische gründe haben oder optische gründe oder wäre das sogar ein indikator für “sonstige zahlungsflüsse”, die nicht in monatsabrechnungen auftauchen?

      würde sich ja anbieten, um entscheidungen subsystemoptimierend auszusteuern…aber so ein böserböser gedanke…in einer so sauberen branche wie der unseren…absurd…gänzlich absurd…wollen wir gar nicht dran denken…tsetsetse

    51. desweiteren lustig ist auch die frage, ob etwaige “nebenbedingungen” bei der entscheidung eine rolle spielen, welche affiliates z.b. bei postviewprogrammen in die closed-group aufgenommen werden.

      man könnte z.b. mal dort etwas genauer hinsehen, wo lukrative geschäfte abgewickelt werden und einzelnen marktteilnehmern die “türsteherrolle” zukommt, wenn es um die vergabe der lukrativen claims geht.

      da könnte man mit etwas glück so manch unterhaltsamen krimi in real-life schreiben…könnte man…könnte man…natürlich rein hypothetisch…denn wir reden hier über die onlinebranche…und da kommt sowas zum glück nicht vor…da tragen inzwischen alle anzüge…und krawatten…und flügel…engelchen…:-)

    52. Das Problem ist doch, dass die meisten Merchants einfach zu dumm und zu faul sind ihre Programme selber aufzusetzen – die Branche braucht keine Pseudowichtigen Agenturen, mittlerweile kann jeder Merchant mit wenigen Klicks sein Programm selbstständig aufsetzen und überwachen! KEINER braucht diese Agenturen. Es ist heute eh so dass man sich entweder zwischen Pest und Cholera entscheiden darf – weil alle sind zum Kotzen, jede einzelne. Sorry, aber ist so.

    53. Bisher wurden die Gutschriften von mir auch immer nur stichprobenweise geprüft. Nachweise vorlegen zu können ist in den meisten Fällen als Publisher nicht möglich. In der Regel können sich durch verschiedene Controllingmaßnahmen und Benchmarks allenfalls Vermutungen feststellen lassen.

      Gutschriften aus Sonderaktionen oder Nachvergütungen als Top-Publisher hatte ich zudem bisher noch gar nicht kontrolliert. Das werde ich jetzt jedoch auch angehen. Wäre daher auch sehr an dem Namen der Agentur und der betroffenen Partnerprogramme als direkte Email interessiert. Sollten sich bei mir hier auch Abrechnungsfehler, bzw. unterbliebene Abrechnungen feststellen lassen, werde ich auch gerne ein Feedback geben. Sollte sich der Betrug tatsächlich Bewahrheiten kann ich betroffenen Publishern nur zur Strafanzeige wegen gewerbsmäßigen Betrugs raten.

      Ich persönlich hatte bereits mehrere Fälle, wo das Tracking bei einem großen Netzwerk bei verschiedenen Partnerprogrammen nicht korrekt funktionierte. Die Reaktion des Netzwerkes, erstmal gar nicht reagieren. Erst auf mehrfache Mahnungen habe ich dann eine Rückmeldung erhalten worin mir ziemlich arrogant geantwortet wurde, dass sie sich nicht vorstellen können, dass ich meine geäußerten Unterstellungen untermauern könnte und dies offensichtlich rein subjektive Eindrücke von mir wären. Selbst nachgewiesene Sales wurden übrigens nicht nachvergütet. Als Reaktion habe ich daraufhin die Partnercodes von Shops die bei mehreren Netzwerken laufen ausgetauscht. Nicht getrackte Sales sind bei den anderen Netzwerken übrigens seither nicht mehr aufgefallen.

      Besonders positiv hervorheben möchte ich in dieser Hinsicht auch den Service bei affili.net. Das Tracking läuft reibungslos und Rückfragen werden freundlich und kompetent beantwortet. So sollte es sein!

    54. […] Marketing sowie Inspiration zu diesem Blog hier ebenfalls aufgreifen.Andreas Hörr hat bei Online Marketing Insights einen interessanten Artikel aus der Publishersicht geschrieben. Glücklicherweise sind alle Angaben […]

    55. Anonymer Affiliate sagte: November 27, 2011 at 9:39 pm

      Als Affiliate, der täglich mit Agenturen, aber auch mit Inhouse betreuten Partnerprogrammen zu tun hat, kann ich an Advertiser nur diesen Rat abgeben: macht Euer Affiliate selbst. Dieses Geschäft ist so schmutzig und es ist so leicht, hier zu betrügen, dass man das auf keinen Fall außer Haus geben sollte. Viele Firmen, vor allem große Firmen, können der Verlockung, sich von der Arbeit freizukaufen, wohl nicht widerstehen. Tatsächlich ist es so, dass auf Seiten der Affiliate Agenturen wirklich fast keinerlei Kompetenz steht, die man nicht mit einem guten Mitarbeiter mindestens genauso gut intern lösen könnte. Es ist darüber hinaus völlig ineffektiv, dass jede Information immer durch 2 Hände geht, bevor sie den Publisher erreicht. Auch ich wurde schon mehrfach von Agenturen nachweislich angelogen und weiß, dass auch Merchants angelogen wurden. Da der Unterhalt meiner Familie davon abhängig ist, dass ich von den Agenturen unterstützt werde, konnte ich das bisher nur nicht öffentlich machen. Meine Empfehlung für jeden Merchant lautet dennoch, dass man Affiliate unbedingt inhouse machen sollte. Das ist rein logisch günstiger (weniger Abstimmungsarbeit, keine zeitraubenden, teuren Meetings, bei Fragen zu den Produkten sitzt der Ansprechpartner nebenan). Agenturen arbeiten gegen Euch und haben von sich aus komplett gegensätzliche Interessen.

    56. […] scheinen ja mit dem korrekten Handling der Premiumstaffeln teilweise etwas überfordert zu sein – wie einfach man das lösen kann, zeigt in meinen Augen Neckermann, bei deren Programm man […]

    57. Sowas vermute ich schon seit langer Zeit, wenn Merchants das aus der Hand geben, kann sowas eben passieren. Aber Respekt, dass du da so hinterher gewesen bist und so hartnäckig dran geblieben bist.

    58. Vielen Dank für diesen wichtigen Artikel.
      Ich bin auch schon lange genervt, dass wir Affiliates letzten Endes oft die Deppen sind.
      Ich bin jetzt seit über drei Jahren hauptberuflich als Affiliate unterwegs und habe schon einiges erlebt – fehlerhaftes Tracking, nicht funktionierende Cookieweichen, richtiger Betrug, etc.
      Das hin und wieder mal Fehler passieren, ist ja absolut in Ordnung. Was einfach nicht sein kann, ist die teilweise miserable Informationspolitik einiger Agenturen. Was Andreas schreibt kenne ich nur zu gut: in vielen Fällen habe ich als Affiliate Fehler gefunden.

      Ich würde eine “schwarze Liste”, o.ä. sehr begrüßen, so könnten wir endlich mal das Blatt umdrehen und Druck machen.

      p.s. ich würde zu gerne den Namen der Agentur erfahren :)

    59. Hach ja, die besagte Agentur ist ja (Ergänzung Admin: … nach Ansicht des Kommentierenden …) nun kein unbeschriebenes Blatt. Da hatte man im letzten Jahr schon einen großen Discounter bei dessen Bahnticket-Aktion (Ergänzung Admin: … nach Ansicht des Kommentierenden ….) übel abgezogen, so dass man von deren Seite nun keinen Bock mehr auf eine Neuaflage des (eigentlich coolen) Incentives hat.

      Noch ein weiterer Vorschlag: Was hälst Du davon, einfach die gesamten Partner-UN der Agentur anzuschreiben, und sie auf mögliche(!) Ungereimtheiten in den Geschäftspraktiken hinzuweisen? So kann man diesem Sumpf mitunter auch das Wasser abdrehen.

    60. Erst einmal ein Dank an Dich für die vielen guten Artikel in den letzten Wochen. Eines möchte ich allerdings anmerken:

      Agenturen bekommen augenblicklich den einen oder anderen Seitenhieb von Dir verpasst. In manchen Fällen ist dies sicher berechtigt. Was mir jedoch nicht so gut gefällt, ist der Eindruck einer Pauschalisierung, der sowohl durch manche Artikel als auch Kommentatoren nahegelegt wird. In vielen Agenturen arbeiten durchaus fähige Affiliate Manager, die (neben den logischerweise vorhandenen eigenen Interessen bzw. denen der jeweiligen Agentur) auch immer die Interessen der Kunden, Publisher und Netzwerke verfolgen.

      Vielfach, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, sitzt Du als Agentur zwischen den Stühlen, denn es ist unglaublich schwierig wirklich allen Interessen zur gleichen Zeit gleichermaßen gerecht zu werden.

      Hierbei entstehen dann etwa Situationen nach folgendem Beispiel:

      Trackingsausfall bei Kunde A. Agentur B möchte gerne die Partner informieren und regt dies bei Kunde A an. Dieser wiederum möchte das Thema nicht öffentlich kommunizieren oder das Ganze noch eine Weile hinauszögern. Und jetzt ratet einmal wer in der öffentlichen Wahrnehmung der Schuldige ist? Genau, die Agentur. Uns was macht man in solch einer Situation? Ganz einfach, sich mit der Rolle des Sündenbocks abfinden, denn man kann wohl kaum “Wir wollten das ja kommunizieren, aber der Kunde nicht” nach außen kommunizieren. Und da Agenturen abgesehen von einer evtl. vorhandenen monatlichen Fixfee ebenfalls performancebasiert bezahlt werden, sitzt man hier sogar im gleichen Boot wie die Publisher, wenn es um Nachvergütungen geht.

      Ehe Missverständnisse aufkommen – das ist keine Rechtfertigung für grobe Fehler oder absichtlichen Betrug seitens einzelner Agenturen oder einzelner Agenturmitarbeiter. Lediglich für die Fehler gilt: Sowas kann passieren, ist menschlich.

      Die vielfach getroffene Einschätzung, dass Programme grundsätzlich Inhouse betreut werden sollten, dann liefe schon alles besser, kann ich ebenfalls nicht teilen. Einerseits gibt es natürlich viele gute Inhouse-Programme. Andererseits macht man einfach zu oft die Erfahrung, dass Inhouse schlicht die nötigen Kenntnisse, Erfahrung oder schlicht die Zeit fehlen. Warum sollte man auch sonst eine Agentur beschäftigen?

      • Keiner hat um die Präsenz der Agenturen gebeten! Punkt.

        • Ein äußerst differenzierter Beitrag, Lutz, vielen Dank. Anstatt solch dogmatische Äußerungen zu verbreiten, kann man sich auch mal Gedanken darum machen, dass es in vielen Fällen Sinn machen kann eine Agentur zu beauftragen. Hier mal einige Beispiele:

          – Inhouse gibt es nicht genügend Kompetenz im Affiliate Marketing
          – Es fehlt an Zeit ein Programm adäquat zu betreuen
          – Die Kosten für einen eigenen Affiliate Manager (Gehalt, Arbeitgeberkosten, Arbeitsplatzkosten, Tools, Teilnahme an Branchenevents, etc.) können besonders bei kleineren Programmen die Betreuungskosten einer Agentur übersteigen

          Davon mal abgesehen ist die Lernkurve für Neueinsteiger in der Branche in Agenturen oftmals höher, da man an mehreren Accounts arbeiten und auf Erfahrungen der Kollegen zurückgreifen kann.

          Ideal ist es auch im Fall der Betreuung durch eine Agentur aber immer, wenn auch der Inhouse-Ansprechpartner über gute Kenntnisse im Affiliate Marketing verfügt. Nicht nur, um möglichem Betrug (hier sprechen wir nach wie vor von Einzelfällen, genau wie auf Publisherseite) vorzubeugen, sondern vor allem, um gemeinsam die maximal mögliche Performance herausholen zu können und um die Arbeit sowie Verbesserungsvorschläge der Agentur qualifiziert beurteilen zu können.

    61. […] Feedback auf den Artikel “Betrug bei Affiliate-Agentur(en)” war auch dank des tollen Artikels von Karsten in dem 100Partnerprogramme Blog sowie der […]

    62. […] Sie auch mit anderen Anbietern arbeiten: http://blog.100partnerprogramme.de/2…er-doch-nicht/ http://www.insight-m.de/2011/11/18/b…iliateagentur/ http://www.insight-m.de/2011/12/09/u…gentur-betrug/ […]

    63. Eine Schande! Dürfte ich per Mail den Namen dieser Agentur erfahren? Danke!

    64. Daumen hoch dafür, dass es noch einen mutigen Affiliate Blogger gibt! Willste meinen Blog weiterschreiben? :-P

    65. Hallo,

      erst einmal Danke für das Posting. Ohne Nennung der Agentur ist es allerdings mit erheblichem Aufwand verbunden, alle Vergütungen zu überprüfen. Gerade für Power-Publisher wäre es eine erhebliche Erleichterung, durch Nennung der Agentur, die Überprüfung auf die von der Agentur betreuten Partnerprogramm zu beschränken! Ich bitte deshalb wie einige Vorredner um Nennung der Agentur per EMail und wünsche mir für die Zukunft noch mehr Transparenz seitens der Netzwerke und Agenturen!

      • Hallo Elso, vielen Dank für Deinen Kommentar. Es haben mich viele nach den konkreten Programmen bzw. Agentur(en) gefragt, aber ich denke nicht, dass es Sinn macht, hier ein öffentiches “Bashing” zu veranstalten, zumal wie gesagt zumindest via Affilinet alles korrekt nachgebucht wurde (und Publisher teilweise ja auch die Konditionen eh nicht mehr nachvollziehen können, wenn die Programmbeschreibung geändert wurde). Jetzt sind in meinen Augen die anderen Netzwerke in der Pflicht, hier auch für ihre Publisher die korrekten Nachbuchungen sicherzustellen.

        • Hallo admin,

          ein öffentliches “Bashing” möchte ich auch nicht veranstalten. Allerdings sind wir Publisher von über 300 unterschiedlichen Partnerprogrammen und können ohne Nennung der Agentur auch nicht entsprechend betreute Partnerprogramme validieren, um eventuelle ungereimtheiten aufzudecken! Deshalb bat ich ja um eine E-Mail mit dem Agenturnamen! Vielen Dank. Ob die anderen Netzwerke die Nachbuchungen sicherstellen glaube ich kaum, da der Aufwand für zig tausende Publisher meiner Meinung nach zu Aufwendig ist.

    66. […] Fehlern. Daher sollte jeder Affiliate in regelmäßigen Abständen die Provisionen (insbesondere Premiumprovisionen), Stornierungen und Affiliate-Agenturen/Merchants genau im Auge behalten. So richtig 100% […]

    67. […] so wurde zuletzt in einigen Blogs über die Problematik diskutiert. So wurde auf insight-m.de über einen sehr krassen Fall berichtet, in dem ein Affiliate von einer Affiliate-Agentur betrogen wurde. Dabei hielt die Agentur […]

    68. […] Abrechnungsbetrug bei Affiliateagenturen Andreas Hörr deckte in 2011 dankeswerter Weise die Widersprüche bei der Abrechnung von Affiliateprovisionen […]

    69. […] im Sinne der Merchants und der Publisher. Zumindest bei einer Agentur scheint das nicht so zu sein http://www.insight-m.de/2011/11/18/betrug-bei-affiliateagentur/ […]

    70. Also echt unglaublich, aber leider hat man nicht wirklich eine Kontrolle darüber oder kann sowas nur schwer nachverfolgen. Letztendlich hat der Affiliate das Nachsehen und kann nur auf die Ehrlichkeit der Netzwerke vertrauen…

      Grüße