by admin on 24. Januar 2012
Wow – wie emarketer berichtet, werden 2012 in Amerika die Ausgaben für Online Advertising mit geschätzten 40 Mrd US Dollar erstmals Print (Zeitungen & Zeitschriften) überholen. Zugrunde gelegt wurde dabei für Online Advertising ein Anstieg von 23.3% im Jahr 2012.
Jedoch lassen sich diese Zahlen nicht ganz so einfach mit den in Deutschland veröffentlichten Zahlen vergleichen. Der Grund dafür ist, dass bei den amerikanischen Ausgaben unter “Online Advertising” sowohl Display als auch SEM eingerechnet wird. In Deutschland wird in der Regel nur das reine Display-Geschäft im Rahmen von Online-Advertising erfasst – gemäß Nielsen Advertising lagen diese Ausgaben in Deutschland im Jahr 2011 bei rund 2,9 Mrd. Rechnet man die SEM-Ausgaben mit ein, würde man auf ungefähr 5,5 – 6 Mrd. kommen, was – bezogen auf Gesamt-Werbeausgaben von rund 29,8 Mrd Euro in Deutschland für 2012 – einem Anteil von immerhin rund 20% entspricht.
Damit wird wohl auch in 2012 Online Advertising in Deutschland die Ausgaben in Zeitungen toppen – bis zudem die Ausgaben für Zeitschriften übertroffen werden, werden jedoch wohl noch einige Jahre vergehen. Aber auch TV ist für Online-Advertising inzwischen wohl in Reichweite
by admin on 12. Dezember 2011
Nachdem ich ja in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche mit Publishern, Netzwerken, “Verbandsmenschen” und Merchants geführt habe, habe ich mir mal Gedanken gemacht, wie eigentlich eine optimale und transparente Programmbeschreibung eines Affiliate-Programms aussehen könnte.
Bisher finden sich in der Programmbeschreibung in der Regel die folgenden Punkte
- netter Marketingtext, warum der Shop so toll ist bzw. wie groß das Produktsortiment ist – teilweise auch Info zum durchschnittlichen Warenkorb bzw. der durchschnittlichen Provision pro Transaktion
- Allgmeine Infos zu den Provisionen bzw. Staffeln
- Ansprechpartner
- Infos zur Cookie-Laufzeit (und evtl. z.B. bei Affilinet auch die Trackingmethode)
- SEM Einschränkungen bzw, weitere AGB-relevante Infos (z.B. Gutscheines, etc.)
Bei Tradedoubler wird zusätzlich ein EPC (Earnings per Click) auf 7-Tage und 30-Tage Basis ausgewiesen. Damit soll gezeigt werden, mit welchen Umsätzen pro 100 Clicks der Publisher rechnen kann. In den FAQs von Tradeoubler heisst es:
“Dieser Bericht informiert Sie über Ihren EPC (Verdienst pro 100 Klicks) und dokumentiert Ihre Potentiale, Klicks in Konversionen umzuwandeln. Der Vergleich von Programmen auf der Basis des EPC versetzt Sie in die Lage, die Traffic-Struktur zu erkennen, die am besten funktioniert. Konzentrieren Sie sich auf die Programme mit dem höchsten EPC, da diese die höchste Provision generieren. [click to continue…]
by admin on 9. Dezember 2011
Update 21. Dezember 2011: Inzwischen sind die Provisionen nach meiner Einschätzung auch bei weiteren Neztwerken korrekt nachgebucht worden – zudem hat die Affiliate-Agentur 3995 Euro im Rahmen der Betrunkengutestun-Aktion von Marcus gespendet. Ich habe auch den Eindruck, dass die Agentur die Vorfälle absolut Ernst nimmt und verschiedene Massnahmen ergreift bzw. schon ergriffen hat, wie solche Vorfälle in Zukunft vermieden bzw. ausgeschlossen werden können. Somit ein sehr erfreulicher Abschluß für 2011!”
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Das Feedback auf den Artikel “Betrug bei Affiliate-Agentur(en)” war auch dank des tollen Artikels von Karsten in dem 100Partnerprogramme Blog sowie der Nennung auf deutsche-startups.de enorm. Ich habe zahlreiche Mails von Publishern bekommen, die konkrete Programme benannt haben, die in ihren Augen nicht sauber abgerechnet wurden. Zudem haben sich einige Affiliate-Agenturen gemeldet, die proaktiv mit dem Thema umgehen und mich gebeten haben, ihnen sofort Feedback zu geben, falls mir irgendwelche Ungereimtheiten bei von ihnen betreuten Programmen bekannt werden sollten.
Nach nun knapp 3 Wochen gibt es eigentlich 2 gute Nachrichten, jedoch auch eine in meinen Augen schlechte Nachricht. Zudem eine Bitte.
Die zwei guten Nachrichten:
1. Einige Affiliate-Agenturen scheinen nun die korrekte Buchung von Premium-Provisionen, Neukunden, etc zu überprüfen und haben bereits insbesondere vergangene Woche größere Nachbuchungen vorgenommen, die zum Teil ins Jahr 2009 zurückreichten. Ich habe auch noch eine Nachbuchung aus dem November 2009 erhalten, mit der ich mal definitiv gar nicht gerechnet hatte – im Affilinet-Nachrichtensystem poppte dann auch diese Mail auf (das konkrete Partnerprogramm habe ich rausgenommen) :
“bei einer Prüfung Ihrer Abrechnungen des Partnerprogramms sind uns vereinzelte fehlende Bonusbuchungen für bereits abgerechnete Monate aufgefallen. Diese haben wir Ihnen jetzt gutgeschrieben. Wir bitten vielmals diesen Fehler zu entschuldigen. Für die Zukunft werden wir eine zeitnahe Auszahlung aller Boni sicherstellen. Für Rückfragen und Erläuterungen zu Ihren Nachbuchungen stehen wir natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.”
Insgesamt wurden nun meines Wissens nach bei 9 Programmen die entsprechenden Nachbuchungen vorgenommen (und Affilinet hat mir inzwischen bestätigt, dass diese auch tatsächlich nachgebucht wurden).
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by admin on 29. November 2011
Ich habe ja vor 2 Wochen schon einmal einen Artikel geschrieben, in dem ich mich über die Kommunikationspolitik nach dem technischen Totalausfall von Zanox gewundert hatte (Zanox – online oder offline – eigentlich egal). Aber die Erfahrungen der letzten 2 Wochen toppen das ganze in meinen Augen noch …
Nachdem ich von denen auch einige Tage später nichts gehört hatte, dachte ich mir, ich wähle doch einen weiteren Kommunikationskanal zur Klärung meines Anliegens – und zwar die Zanox Facebook-Fanpage:

Die Reaktionsgeschwindigkeit hält sich bei Zanox zwar auch in dem Kanal ziemlich in Grenzen, aber dafür habe ich vom Zanox Head of Publisher Sales (den Namen habe ich bewusst rausgenommen, da er vielleicht in dem Fall gar nichts entscheiden darf/kann) am Freitag Abend um 22 Uhr diese Mail bekommen, die ich aufgrund des Inhalts und auch der Schreibweise (ich liebe Vertrieblerbriefe, ich denen ich mehrfach persönlich mit Namen angesprochen werde) Euch nicht vorenthalten möchte.
“Sehr geehrter Herr Hörr,
Am vergangen Donnerstag kam es unglücklicherweise zu einigen Systeminkonsistenzen auf der zanox-Plattform. Wir haben alles in unserer Macht stehende unternommen, unsere Partner schnell und umfassend mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu informieren, um entsprechende Beeinträchtigungen unserer Kunden auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Wir bitten Sie, die trotz der von uns ergriffenen Maßnahmen entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.
Herr Hörr, wir möchten Ihnen versichern, dass wir täglich daran arbeiten, unsere Plattform auf dem höchsten technischen Niveau zu halten um damit eine stets hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten. Dank hoher Investitionen stellen wir robuste Systeme bereit, die über ausreichende Redundanzen verfügen, um auch bei hohen Lasten eine hohe Performance zu ermöglichen. [click to continue…]
by admin on 28. November 2011
Agenturen scheinen ja mit dem korrekten Handling der Premiumstaffeln teilweise etwas überfordert zu sein
– wie einfach man das lösen kann, zeigt in meinen Augen Neckermann, bei deren Programm man sich eine Premiumstaffel in dem einen Monat erarbeitet und diese erhöhte Staffel dann im Folgemonat wirksam wird. Dies ist offensichtlich sehr einfach und auch automatisch umzustellen, sodass keine menschlichen Fehler passieren können.
Wie sieht das Neckermann-Modell aus:
Ein Publisher, der z.B. im Oktober in der Premiumstaffel 1 ist (zwischen 20 und 50 Sales), jedoch 100 Sales macht, rutscht dann im November in die Premiumstaffel 2 (50 – 400 Sales). Für den Publisher heisst das, dass er die erhöhte Staffel nicht rückwirkend für die 100 Sales im Oktober bekommt, sondern eben erst für die Sales im November. Damit wird sich der Publisher im November um so mehr anstrengen, möglichst viele Sales im November zu der erhöhten Provisionsstaffel zu generieren.
Positiver Effekt für die Merchants:
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by admin on 18. November 2011
Hinweis: Es gibt ein Update zu dem Artikel
Jeder weiss, dass es einige schwarze Schafe in der Affiliate-Branche gibt – jedoch fokussieren sich sowohl die Merchants als auch die Affiliate-Agenturen beim “Blaming” bisher im wesentlichen auf die Publisher, die mit irgendwelchen Tricks Sales faken oder ungerechtfertigterweise Provisionen abkassieren würden. Aber nach meiner Erfahrung der letzten Monate sollte man die Affiliate-Agenturen mal ganz genau unter die Lupe nehmen, da bei zumindest einer Agentur Transparenz offensichtlich ein Fremdwort zu sein scheint
Betrug oder Schlampigkeit?
Konkret geht es um Ungereimtheiten, die bei einer der großen Affiliateagenturen bei meinen Accounts vorgefallen sind. Was ist passiert:
Ich bin als Affiliate unter anderem für einen Merchant aus dem Reisebereich tätig, dessen Affiliate-Programm über besagte Agentur abgewickelt wird. Dieser Reise-Merchant betreibt ein interessantes Programm, bei der Affiliates mit einer höheren Salesanzahl schnell deutlich höhere Provisionen (Premiumprovisionen) erhalten können. Bei der Analyse der monatlichen Nachvergütung bzw. Gutschriften ist mir aufgefallen, dass diese Premiumprovisionen in den meisten Monaten gar nicht vergütet wurden – eine Nachfrage per Mail bei der Key-Accounterin der Agentur wurde dabei erst gar nicht beantwortet – auf nochmaliges Nachfragen wurden die erhöhten Provisionen für 2 Monate nachgebucht. Nach nochmaligem Nachhaken wurden dann weitere 4 Monate nachgebucht. Als Begründungen für das Versäumnis wurde angeführt, dass es einen Personalwechsel gegeben hätte und darüber hinaus die Sales zwar eingebucht, jedoch nicht ordnungsgemäß im Netzwerk hochgeladen wurden. Nach Rücksprache mit dem Online-Marketingverantwortlichen des Reise-Merchants hat sich dann herausgestellt, dass die Agentur gegenüber dem Merchant alle erhöhten Premium-Provisionen zeitnah abgerechnet hat, so dass die Affiliateagentur direkt von der fehlerhaften Abrechnung profitiert hat – alleine in meinem Fall war das ein niedriger vierstelliger Betrag zzgl. der Netzwerkprovision.
Die Tatsache, dass die erhöhten Provisionen erst nach mehrfachem Nachhaken eingebucht wurden und mir die Begründungen für die vermeidlichen Fehler doch mehr als fragwürdig erschienen, habe ich dann ein weiteres großes Programm, das von der Affiliate-Agentur betreut wird, überprüft – und welch Wunder: auch bei dem ersten weiteren von mir analysierten Merchants war die Premiumvergütung fehlerhaft. [click to continue…]